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Lesch-Gala in Neustadt

5. September 2011 | Von Harald Klipp

Der Neustädter Trainer Burkhard Engelking hatte von Sonnabend auf Sonntag eine schlaflose Nacht. Ihm setzte die 2:7(2:4)-Niederlage gegen den TSV Malente arg zu. Ganz anders sein Gegenüber Jörg Barenscheer. Der Malenter Coach strahlte nach dem überraschend deutlichen Erfolg: "Nach diesem Ergebnis gibt es nichts zu meckern!"

Burkhard Engelking stellte gestern fest: "Die ersten sieben Tore sind nach individuellen Fehlern auf beiden Seiten gefallen." Dabei sahen sich die Neustädter vor rund 150 Zuschauern angriffslustigen Gästen gegenüber, die mit dem - nicht nur wegen seiner vier Tore - überragenden Kapitän Sebastian Lesch enorm torgefährlich waren. Das Duell der beiden Verbandsliga-Absteiger hielt sich nicht lange mit Abwarten und Abtasten auf. Vor allem die Malenter spielten gleich nach vorne, zwangen die Gastgeber zum Reagieren. Harald Jöllenbeck, der mit Engelking das Neustädter Trainergespann bildet, sah’s mit Schrecken: "Ihr müsst das Spiel machen!", forderte er von seinen Mannen, als das Malenter Offensivspiel zum ersten Mal belohnt wurde. Ein langer Freistoß von rechts, den Yorrik Berger vor das Tor zog, fand in Thore Meyer einen dankbaren Abnehmer, der den Ball aus zehn Metern volley zum 0:1 in die Machen drosch. Kurz darauf scheiterte Tobias Schumacher am Neustädter Torwart Florian Reese. Sebastian Lesch bewies sein Ballgefühl, er zirkelte einen 18-Meter-Freistoß um die Mauer zum 0:2 in den rechten Torgiebel. So glanzvoll, wie das Malenter Spiel nach vorne lief, so sorglos präsentierte sich zweimal die Abwehr. So durfte Christian Krohn ungehindert das 1:2 köpfen. Und nach Milan Wuskes 3:1 für die Gäste flutschte ein 35-Meter-Freistoß von Mike Klukas Gäste-Torhüter Felix Drews über die Finger ins Netz. Doch Lesch sorgte mit dem 4:2 dafür, dass sich die Malenter Sorgenfalten beim Gang in die Kabine in Grenzen hielten.

In der zweiten Halbzeit nahm der TSV Malente das Tempo ein wenig aus dem Spiel - und kam doch zu drei weiteren Treffern. Das 5:2 legte Lesch maßgerecht für Evren Kahveci vor, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Dann war der Kapitän mit seinen Toren drei und vier wieder selbst an der Reihe.

"Das war wohl unser besten Saisonspiel", urteilte Jörg Barenscheer. Burkhard Engelking befand, dass seine Mannschaft mehr Fehler beging als die Gäste. In der Woche soll die Klatsche aufgearbeitet werden, denn: "Man darf zu Hause nicht 2:7 verlieren", grollte Engelking, der von den erfahrenen Spielern mehr Führungsqualitäten einfordert.


 


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