Kreispokal - 2013/2014                                                 

 Pokalspiel: TSV Malente - Oldenburger SV (0:3) 0:9  

"Ostholsteiner Anzeiger" vom 30.07.2012  

"Doppelt bitter: Malente verliert Spiel und Coach"  

Sehr deutlich mit 0:9(0:3)-Toren unterlag Fußball-Kreisligist TSV Malente in der zweiten Runde des Kreispokals dem Verbandsligisten Oldenburger SV. Nach dem Spiel trat Malente-Trainer Michael Bredehorst von seinem Posten zurück. Den Ausschlag dafür gab jedoch nicht die herbe Klatsche im Pokal, sondern Bredehorsts berufliche Situation. Bei der Suche nach einem neuen Trainer ist der Kreisligist noch nicht fündig geworden.  

"Ich muss kurzfristig für mehrere Monate für meinen Arbeitgeber ins Ausland reisen", erklärte er seine Entscheidung. Co-Trainer Fabian Mewes bleibt dem Verein dagegen sicher in seiner Funktion erhalten, betonte der TSV-Fußballobmann Rüdiger Zühlke. An Bredehorsts Nachfolger stellt er konkrete Anforderungen. "Der neue Trainer sollte schon Erfahrung in dieser Spielklasse mitbringen und uns länger zur Verfügung stehen."  

Im Kreispokal-Spiel gegen den haushohen Favoriten Oldenburg saß aber noch Bredehorst auf der Bank. Von dort beobachtete er, wie sich die Malenter in den ersten 30 Minuten gegenüber dem Mittwochspiel deutlich verbessert zeigten: Die Defensive stand sicher und die Spieler nahmen die Zweikämpfe gut an. Die Malenter schien der Klassenunterschied nicht sonderlich zu beeindrucken und starteten Erfolg versprechende Angriffe. So hatte Fabian Reichenbach die erste Chance des Spiels, er verzog jedoch knapp. In der siebten Minute ging Oldenburg in Führung. Der Ball segelte lange durch die Luft, bevor Rico Bork mit einer Kopfball-Bogenlampe den Malenter Keeper Benjamin Wildgrube überwand. Doch der TSV zeigte sich von dem Rückstand nicht geschockt und hatte durch Thore Meyer eine Großchance zum Ausgleich. Sein Schuss wurde jedoch auf der Linie geklärt. In der 22. Minute fiel das 0:2. Der Treffer hätte aber nicht zählen dürfen, denn Torschütze Felix Wenn spielte den Ball zuvor klar mit der Hand. Nicht nur in dieser Situation zeigten Schiedsrichter Marc Schenke und sein Gespann eine schwache Leistung. Mit dem 0:3 in der 29. Minute durch Bork, war die Partie entschieden. Dabei sahen Wildgrube und Frank Böhm nicht gut aus. Oldenburg war fortan die klar dominierende Mannschaft, auch wenn bis zur Pause kein weiterer Treffer fiel.  

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung immer einseitiger. Oldenburg beherrschte das Mittelfeld und deckte bei schnellen Vorstößen immer wieder Lücken in der nicht sattelfesten Abwehr der Gastgeber auf. So fielen die sechs weiteren Treffer in schöner Regelmäßigkeit zum - auch in dieser Höhe gerechten - 0:9-Endstand. "Ich habe mir mein Abschiedsspiel natürlich anders vorgestellt. Die erste halbe Stunde lief noch richtig gut, aber zum Schluss sind wir eingebrochen", sagte Bredehorst.

Kreispokal 2013/2014
TSV Malente - Oldenburger SV
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